Im Jahre 1873 begann man mit der Papierproduktion in Zülpich. Bis in die sechziger Jahre hinein wurde Stroh, das in der familieneigenen Kornbrennerei im Übermaß anfiel, als Rohstoff eingesetzt. Später wurde dann die Produktion auf den Rohstoff Altpapier umgestellt. Heute setzen wir Altpapier in einer Größenordnung von 425.000 t pro Jahr ein und entlasten somit die Deponien bzw. Müllverbrennungs-anlagen um den Altpapier-Anteil von 6,5 Millionen Bürgern jährlich.
Im Jahr 1970 wurde der Produktionswasserkreislauf völlig geschlossen, was bisher nur wenigen Papierfabriken gelungen ist. Von unserem Werk werden seither lediglich unbelastete Kühl- und Niederschlagswässer in einen Bach eingeleitet. So konnten wir unseren Frischwasserbedarf enorm senken, der bei 20% des Branchendurchschnitts liegt. Seit 1995 wird das Kreislaufwasser in einer biologischen Wasserbehandlung gereinigt. Diese Maßnahme führte zu einer erheblichen Reduzierung der Geruchsemissionen.
Der Rohstoff Altpapier enthält ca. 3 % Reststoffe, sogenannte Rejekte. Diese Materialien müssen am Beginn des Produktions-prozesses ausgeschleust und entsorgt werden. Seit 1997 nutzen wir ungefähr 70 % dieser Rejekte zur Energiegewinnung. Dafür wurde eine Rejektverwertungsanlage in das bestehende auf Kraft-Wärme-Kopplung basierende Braunkohlekraftwerk integriert. Das in der biologischen Wasserreinigung anfallende Biogas wird ebenfalls in diesem Kraftwerk zu Wasserdampf und Strom umgewandelt.
Seit 1996 stellt ein hochmodernes, ebenfalls auf Kraft-Wärme-Kopplung basierendes Gaskraftwerk nahezu den gesamten übrigen Energiebedarf des Werkes sicher.
Wir sind immer bestrebt, unser Werk an die sich ändernden Umweltanforderungen anzupassen und die Umwelttechnologien voranzutreiben. Unsere Verantwortung für die Umwelt nehmen wir sehr ernst.